Masterclass Elektronische Musikproduktion mit Ableton Live
Elektronische Musikproduktion mit Ableton Live
Zwischen Software, Hardware und kreativem Sounddesign
In diesem Workshop geht es um elektronische Musikproduktion als kreativen Prozess.
Ableton Live bildet dabei die zentrale Arbeitsumgebung, gleichzeitig werfen wir immer wieder einen Blick über den Bildschirm hinaus und beziehen verschiedene Hardware-Instrumente und Effektgeräte in den Produktionsprozess ein.
Der Kurs richtet sich an Einsteiger sowie Teilnehmende mit ersten Vorkenntnissen, die ihre eigenen musikalischen Ideen entwickeln und umsetzen möchten. Ziel ist nicht das reine Erlernen einer Software, sondern das Verständnis dafür, wie Beats, Klänge, Strukturen und musikalische Konzepte zu einem eigenen Track zusammenfinden.
Im Verlauf der acht Termine entstehen eigene Projekte, an denen die Teilnehmenden kontinuierlich arbeiten. Die Inhalte orientieren sich dabei auch an den Interessen und musikalischen Hintergründen der Gruppe.
1. Termin – Ableton Live als kreatives Werkzeug
Zum Einstieg lernen wir die grundlegende Arbeitsweise von Ableton Live kennen. Anhand erster musikalischer Skizzen beschäftigen wir uns mit Loops, Clips und dem Session-Workflow. Gleichzeitig sprechen wir über unterschiedliche Herangehensweisen an elektronische Musikproduktion und darüber, wie Ideen überhaupt entstehen können.
2. Termin – Beats, Rhythmus und Groove
Ausgehend von einfachen rhythmischen Ideen entwickeln wir eigene Beats und Pattern. Dabei geht es weniger um feste Regeln als um die Frage, wie Groove entsteht und wie unterschiedliche Produktionsentscheidungen den Charakter eines Tracks verändern können. Beispiele aus der Arbeit mit Ableton Live und der Elektron Analog Rytm ergänzen den praktischen Teil.
3. Termin – Synthesizer und Klanggestaltung
Wie entsteht ein Sound? Anhand praktischer Beispiele lernen wir die Grundlagen der subtraktiven Synthese kennen. Neben den Instrumenten in Ableton Live arbeiten wir auch mit dem Moog Subsequent 37 und untersuchen, wie analoge Klangerzeugung in moderne Produktionsumgebungen integriert werden kann.
4. Termin – Sampling und Resampling
Im Mittelpunkt stehen verschiedene Techniken zur Bearbeitung und Umgestaltung von Audiomaterial. Wir arbeiten mit Samples, Aufnahmen und Klangfragmenten und entwickeln daraus neues musikalisches Material. Zum Einsatz kommen dabei sowohl die Sampling-Werkzeuge von Ableton Live als auch der Torso S-4 als kreatives Werkzeug für Klangmanipulation und Resampling.
5. Termin – Effekte als Instrument
Effekte werden häufig nur als Werkzeuge zur Klangbearbeitung verstanden. In dieser Einheit betrachten wir sie als eigenständige kreative Instrumente. Anhand verschiedener Delay- und Effektprozessoren, unter anderem des Erica Synths Echolocator, entstehen neue Klangräume und experimentelle Texturen.
6. Termin – Sequencing, Zufall und musikalische Prozesse
Ausgangspunkt sind einfache Sequenzen und Pattern, die wir durch Variation, Modulation und gezielte Eingriffe weiterentwickeln. Dabei geht es um Arbeitsweisen, die Bewegung und Dynamik in musikalische Abläufe bringen. Neben den Möglichkeiten von Ableton Live werden auch der Torso S-4 und der Elektron Analog Four als kreative Werkzeuge für Sequencing und Klanggestaltung vorgestellt.
7. Termin – Vom Loop zum Arrangement
Aus einzelnen Ideen und Klangskizzen entwickeln wir vollständige musikalische Strukturen. Themen sind Dramaturgie, Spannungsaufbau, Übergänge und die Frage, wie aus einem interessanten Loop ein funktionierender Track entsteht.
8. Termin – Abschluss, Feedback und Ausblick
Der letzte Termin steht ganz im Zeichen der entstandenen Arbeiten. Die Projekte werden vorgestellt und gemeinsam besprochen. Darüber hinaus sprechen wir über individuelle Produktionsstrategien, weitere Entwicklungsmöglichkeiten und den Transfer des Erlernten in die eigene musikalische Praxis.
Je nach Verfügbarkeit werden im Workshop unter anderem Ableton Live, der Moog Subsequent 37, eine Elektron Analog Rytm sowie verschiedene Hardware-Effektgeräte eingesetzt. Ziel ist es, den Teilnehmenden unterschiedliche Perspektiven auf zeitgenössische elektronische Musikproduktion zu vermitteln und einen praxisnahen Einblick in reale Produktions-Workflows zu geben.
Magna Pia ist Musiker, Produzent, DJ und Musikpädagoge mit über 30 Jahren Unterrichtserfahrung. Seine Arbeit bewegt sich zwischen elektronischer Musikproduktion, Sounddesign und experimentellen Produktionsformen. Dabei verbindet er klassische musikalische Grundlagen mit zeitgenössischen Ansätzen elektronischer Klangerzeugung und Musikproduktion.
In seiner künstlerischen Arbeit nutzt er Ableton Live ebenso wie Synthesizers, Drum Machines und Effektgeräte. Die im Workshop vorgestellten Inhalte orientieren sich an seiner eigenen Produktionspraxis und vermitteln unterschiedliche Wege, musikalische Ideen zu entwickeln, Klänge zu gestalten und individuelle Arbeitsweisen zu finden.
Im Mittelpunkt stehen das praktische Arbeiten, kreatives Experimentieren und die Entwicklung eines eigenen musikalischen Ausdrucks.
Teilnahme & Voraussetzungen
- Maximal 8 Teilnehmende
- Masterclass für erfahrene Teilnehmende
- Einsteiger sowie Teilnehmende mit ersten Vorkenntnissen
- Teilnahmebescheinigung nach Abschluss der Masterclass
Über Magna Pia:
Magna Pia ist Produzent, Komponist, Live-Act, DJ und Musikpädagoge. Seine künstlerische Arbeit verbindet Techno, Ambient und elektroakustische Musik. Seit 2016 veröffentlicht er auf internationalen Labels wie Soma, Counterchange, Feral Note und Nachtstrom Schallplatten. Als Live-Act und DJ war er unter anderem im Berghain, im Bassiani und beim Sónar Istanbul zu erleben.
Neben seiner Arbeit auf internationalen Bühnen bringt Magna Pia über 30 Jahre Unterrichtserfahrung mit. Dabei verbindet er fundiertes musikalisches Wissen mit einem offenen, experimentellen Blick auf zeitgenössische elektronische Musik. In seiner Vermittlung geht es nicht um starre Regeln oder den einen richtigen Workflow, sondern darum, individuelle Stärken zu entdecken und eine eigene musikalische Sprache zu entwickeln.
Das Projekt Digital Pop wird gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.





